Navigation

IRAS COTIS ist das interreligiöse Netzwerk, das die „Woche der Religionen“ in der Schweiz ins Leben gerufen hat und jährlich organisiert. Der Interreligiöse Arbeitskreis und seine Kooperationspartner wie die kirchlichen Erwachsenenbildungsstellen sowie der Runde Tisch der Religionen in Kreuzlingen beteiligen sich daran und laden herzlich zu folgenden Veranstaltungen (im Anhang auch ein Flyer) ein:

 

Montag, 3. November 2025, 19.00 Uhr, Ulrichshaus, Gaissbergstrasse 1, Kreuzlingen
„Bei uns war alles ganz normal". Autorenlesung mit niederländisch-jüdischen Sängerin Ruth Frenk

Ruth Frenk wurde 1946 als Tochter niederländisch-jüdischer Überlebender des KZ Bergen-Belsen in Rotterdam geboren. Ihre Autobiographie «Bei uns war alles ganz normal - Memoiren einer niederländisch-jüdischen Sängerin in Deutschland» handelt von der Geschichte ihrer jüdischen Familie in der Nazizeit und ihrer wilden Reise durch die Welt der Kultur in Europa und den USA. Seit 1974 lebt sie in Deutschland, wo sie sich als Jüdin und Tochter von Überlebenden stark mit den Themen Holocaust und Antisemitismus positioniert hat, beispielsweise mit etlichen Programmen mit Jüdischen Liedern und Chansons.
Eintritt frei. Ohne Anmeldung.
Ruth Frenk ist langjährige Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Bodensee-Region.
Lesung mit Einspielungen von Jüdischen Liedern und Chansons sowie Filmsequenzen per PowerPoint.
Trailer zur Lesung.

 

Dienstag, 4. November, 19.30 Uhr, Türkische Moschee, Bergstrasse 5a, Kreuzlingen
Wie das interreligiöse Zusammenleben vor 1400 Jahren funktionierte. Vortragsabend über die frühchristliche «Ökumene» in Nordafrika

Julian Schuler und Mouez Khalfaoui berichten von einer interreligiösen Projektreise nach Tunesien und werfen einen spannenden Blick auf die frühchristliche «Ökumene» in Tunesien und auf Augustinus. In der Spätantike war das Christentum rund um das Mittelmeer (und darüber hinaus) die bestimmende Religion. Von Nordafrika aus prägte Augustinus als Theologe, Philosoph und Kirchenvater das europäische Denken über viele Jahrhunderte. Ab 630 setzte die islamische Expansion ein, in deren Folge die Araber 636 Palästina und Syrien, 640/42 Ägypten und bis 698 ganz Nordafrika eroberten. Nach damaliger Auslegung des islamischen Gesetzes waren die muslimischen Herrscher dazu verpflichtet, die Gegenwart anderer Buchreligionen – also Christen, Juden und in Persien die Zoroastrier – zu tolerieren.
Eintritt frei. Ohne Anmeldung.

 

Freitag, 7. November, 19.00 Uhr, Ulrichshaus, Gaisbergstrasse 1, Kreuzlingen
Hinduismus und die Situation des interreligiösen Zusammenlebens in Indien
Vortrag von Pfarrer Dr. Jospeh Palliyodil

In seinem Vortrag berichtet der katholische Priester Joseph Palliyodil, der in Indien aufgewachsen ist und dort Theologie studiert hat, über das interreligiöse Zusammenleben in einem überwiegend hinduistischen Kontext.
Eintritt frei. Ohne Anmeldung.

 

Sonntag, 9. November, 17.00 Uhr, St. Gallen
Konzert mit dem Chor der Nationen: We’ve come a long way

Seit einem Jahr gibt es einen Chor der Nationen auch in der Ostschweiz. Das Konzert bietet die Möglichkeit, ihn kennenzulernen.

 

Mittwoch, 12. November 2025, 19.30 Uhr, Rathaussaal in Weinfelden
Die Stellung des Islams in unserer Gesellschaft. Abendveranstaltung mit Impulsreferaten und Podiumsdiskussion
Muslime und Muslima leben in unserem Land und sind Teil unserer Gesellschaft. Doch wie öffentlich darf der Islam sein? Sollen sich Muslime möglichst unauffällig verhalten und sich den hiesigen Sitten und Gebräuchen möglichst anpassen? Ist es möglich, dass sie ihre Kultur und ihre Religion offen leben und das auch sichtbar machen? Wie können sie sich Gehör verschaffen für ihre Anliegen? Wo gibt es Grenzen? Wo liegen die Ängste? Wer vertritt welche Machtansprüche? Wie kann die Kantonsregierung das Verhältnis zu den privatrechtlich organisierten Religionsgemeinschaften rechtlich gestalten?

Impulsreferate
Eine Auslegeordnung zur Stellung des Islams in unserer Gesellschaft und mögliche Wege des Miteinanders von verschiedenen Religionen und Gruppen. Von Christina Aus der Au, Präsidentin des Kirchenrates der Evang. Landeskirche Thurgau
Der religionspolitische Kontext des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) im Kanton Thurgau
mit Matthias Loretan, Präsident des Interreligiösen Arbeitskreises Thurgau

Podiumsdiskussion
Walter Schönholzer, Regierungspräsident Kanton Thurgau, Departement für Inneres und Volkswirtschaft
Rehan Neziri, Imam, Kreuzlingen
Dilara Avsar, Vorstand die Mitte Weinfelden, Kantonsratskandidatin
Marcel Wittwer, Kantonsrat EDU
Moderation: Nicole Freudiger (Radio SRF, Perspektiven)

Leitung Thomas Bachofner, Jean-Pierre Sitzler
Eintritt frei, ohne Anmeldung