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Marc Chagall: Die Vertreibung aus dem Paradies, 1960, aus dem Zyklus «Die biblische Botschaft»

 

Der Interreligiöse Arbeitskreis setzt die interreligiösen Gespräche neu im halbjährlichen Rhythmus fort (bisher jährlich). In der aktuellen Reihe wollen wir Schlüsseltexte der drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) lesen und uns über deren Bedeutung für den Glauben und das Leben im aktuellen Kontext austauschen (Methode des Trialogs). Inhaltlich und methodisch stützen wir uns dabei auf das Buch von Karl-Josef Kuschel «Juden Christen Muslime. Herkunft und Zukunft». Die Lektüre dieses Buches wird allerdings nicht vorausgesetzt. Damit ein vertiefter Trialog zwischen den Beteiligten zustande kommen kann, bitten wir um eine möglichst kontinuierliche Teilnahme an den Veranstaltungen dieser Reihe.  

 

Nächstes Gespräch

Mittwoch, 18. Januar 2023, 19.00 - 21.30 Uhr, Pfarreizentrum Weinfelden

Adam und Eva – Gottes Risiko mit den Menschen

·  Welche Geschichten und Bilder entwerfen Juden, Christen und Muslime von Adam und Eva als den ersten Menschen in der hebräischen Bibel (Tenach), in der christlichen Bibel (erstes und zweites Testament) und im Koran?

· Welche Bedeutung haben Adam und Eva im aktuellen Alltag der verschiedenen Religionen (z.B. im Festkalender, im Lehrplan des Religionsunterrichts, in der Predigt)?

·  Was können wir im Trialog voneinander lernen? Hat jede Religion ihre eigenen Ureltern?

·  Wo bleiben Differenzen? Wie kann die Existenz des Anderen zu einer Herausforderung im eigenen Glauben werden?

 

Als Referentin oder Referenten werden wir keine Fachperson von aussen einladen. Wir stellen uns eher ein offenes, auch kontroverses Gespräch vor, das jeweils von Teilnehmenden vorbereitet wird.
Ein Mitglied der betreffenden Religion stellt die Bezugstexte in der entsprechenden kanonischen Schrift vor und deutet den Text im Hinblick auf seine Bedeutung für den aktuellen Glauben (je etwa 15 Min.): Islam (Imam Rehan Neziri, Kreuzlingen), Judentum (Rabbiner Dr. Shlomo Tikochinski, St. Gallen), Christentum (Theologe und Seelsorger Matthias Loretan, Romanshorn). Die Moderation beim ersten Gespräch dieser Reihe übernimmt Ann-Katrin Gässlein, Theologin in der Citypastoral bei der katholischen Kirche im Lebensraum St. Gallen. 

 

Teilnahme


Damit ein interreligiöses Gespräch auch unter den Teilnehmenden zustande kommt, reservieren wir eine bestimmte Anzahl von Plätzen für Angehörige der drei abrahamitischen Religionen. Ansonsten gilt die Reihenfolge der Eingänge. Personen, die sich nur partiell mit den drei Hauptsträngen abrahamitischer Religionen identifizieren (z.B. Bahai, Personen ohne explizite Religionszugehörigkeit) sind willkommen. Falls sie einen längeren Input zu einer bestimmten Figur gestalten wollen, bitten wir um eine entsprechende Absprache mit der Projektleitung. 

 

Anmeldung bis 10. Januar 2023: Matthias Loretan, Neuhofstrasse 72, 8590 Romanshorn, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +41 79 644 52 73.

 

Ausblick

·  Adam und Eva – Gottes Risiko mit den Menschen Mittwoch, 18. Januar 2023

·  Wie kam das Böse in die Welt? Kains Brudermord an Abel Mittwoch, 28. Juni 2023

·  Noah – Gottes zweite Chance für die Schöpfung (Vgl. dazu das 3. Interreligiöse Gespräch, das am Mittwoch, 4. September 2019 stattfand)

 

Nach den ersten beiden Terminen evaluieren die Teilnehmenden die Reihe und legen das weitere Vorgehen fest. So könnte es im halbjährlichen Rhythmus weitergehen: 

·   Sarah und Hagar – Stammmütter von Jüdinnen, Christinnen und Musliminnen Mittwoch, 17. Januar 2024

·   Mose – Kampf um ein Grundgesetz des Menschenanstandes Mittwoch, 26. Juni 2024

·  David. Messianische Vorstellungen in den abrahamitischen Weltreligionen Mittwoch, 22. Januar 2025

·   Jesus – Prophet oder Gottes Sohn? Zeichen Gottes für alle Welt Mittwoch, 25. Juni 2025

·   Mohammed – Der letzte Prophet? Mittwoch, 21. Januar 2026

·   Abraham – das Risiko des Gottvertrauens Mittwoch, 24. Juni 2026

 

Die mehrteilige Reihe kann erweitert oder variiert werden, zum Beispiel mit Gestalten wie Jakob, Josef, Hiob oder Maria sowie mit der jüdischen Prophetin Hulda oder Aischa, der Frau Mohammeds.

 

Matthias Loretan, Leiter des Projektes Interreligiöse Gespräche über Schlüsselfiguren
Präsident des Interreligiösen Arbeitskreises im Kanton Thurgau
6. Dezember 2022