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Religion als Privatsache? Gesprächsabend über die Sichtbarkeit von Religion im
Alltag und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben

Donnerstag, 26. März, 19.00 Uhr

Zentrum Franziskus, Franziskusweg 3, 8570 Weinfelden

Worum es geht

Das Kopftuch sorgt seit Jahren für Debatten, wo und wie Religion sichtbar sein darf. Sollen zur Vermeidung gesellschaftlicher Konflikte religiöse Ausdrucksformen ins Private abgedrängt werden? Dahinter stecken grundsätzliche Fragen: Welche Bedeutung haben Religionen und Weltanschauungen für das gesellschaftliche Zusammenleben? Sind sie nur für Einzelne bedeutsam – oder tragen sie zu Sinn, Orientierung und Zusammenhalt bei? Wie müsste ihre zivilgesellschaftliche Rolle angemessen politisch geregelt werden?

An diesem interreligiösen Gesprächsabend reden wir nicht über die Religion der anderen, sondern bringen Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen miteinander ins Gespräch. Nach den Impulsen der eingeladenen Gäste auf dem Podium haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen und Stellungnahmen einzubringen.

Gäste auf dem Podium

  • Dilara Avsar, muslimische Politikerin (Die Mitte), Kopftuchträgerin
  • Elif Beyazcengiz, Leiterin Finanz- und Rechnungswesen, Schweizerin mit türkischer Herkunft, ohne Kopftuch
  • Christian Stricker,Co-Präsident der EVP-Thurgau, Grossrat, Pastor einer Freikirche, Erlebnispädagoge
  • Hermann Lei, Präsident der SVP-Fraktion im Kantonsrat
  • Hendrik de Haas,evangelischer Pfarrer in Hüttlingen, aufgewachsen in der DDR
  • Pater Gregor Brazerol, Benediktiner, Kloster Fischingen

Moderation: Roland Stoller, ehemaliger Moderator bei Radio Top

Programm: Matthias Loretan, Präsident Interreligiöser Arbeitskreis im Kanton Thurgau

Eintritt frei, Kollekte. Im Anschluss laden wir Sie zu einem Apéro ein. Es bietet Gelegenheit für persönlichen Austausch. Anmeldung erwünscht: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


Neue Veranstaltungsreihe: Interreligiöse Impulse – Spiritualität  im Alltag

Die neue Veranstaltungsreihe rückt die gelebte Spiritualität und die persönliche Praxis in den Fokus — nah am Alltag und bei den Menschen im Thurgau

Bisher haben wir in unseren interreligiösen Gesprächen eher theologische Debatten geführt. Das Publikum, das bereit ist, sich mit Religion intellektuell auseinanderzusetzen, ist allerdings eher klein. Zur Vertiefung theologischer Fragen führen wir die Reihe der interreligiösen Gespräche weiter. Wir ergänzen sie aber neu durch die Reihe «Interreligiöse Impulse – Spiritualität im Alltag». Darin greifen wir Fragen der gelebten Praxis und der persönlichen Spiritualität auf. Themen solcher Gespräche könnten sein:

  • Welche Rolle spielt Religion in Beziehungen, Familie und Beruf?
  • Was bedeutet der Glaube im Umgang mit Geburt, Tod, Verlust oder Zukunftsfragen?
  • Auch Kino-Matineen können das Programm bereichern. Im Dokumentarfilm «Wo ist Gott?» folgt Sandra Gold den spirituellen Erfahrungen von vier Menschen verschiedener Religionen. Oder das cineastische Porträt «Wisdom of Happiness – A Heart-to-Heart with the Dalai Lama» lädt zum Austausch darüber ein, was die Figur des Dalai Lama für Menschen im Thurgau bedeutet.